Kaps Vision Lexikon

Abbesche Zahl

je höher die Abbesche Zahl umso kleiner ist die relative Dispersion - für den Brillenglasträger macht sich die relative Dispersion in Form von Farbsäumen bemerkbar.

 

absorbierendes Brillenglas:

Brillenglas, das dazu bestimmt ist, einen bestimmten Bereich oder Betrag der auftretenden Strahlung ganz oder zum Teil zu absorbieren

 

afokales Brillenglas:

Brillenglas mit dioptrischer Wirkung = Null

 

Ametropie

Ein unendlich entfernter Objektpunkt wird nicht auf die Netzhaut abgebildet

 

anamorphotische Abbildung

verzerrte Abbildung durch astigmatische Brillengläser -> Form des Objekts geht verloren

 

Aniseikonie:

Ungleichheit der mit beiden Augen subjektiv wahrgenommenen Bildern

 

Anisometropie:

unterschiedliche Brechkraft beider Augen (Differenz von über 2 dpt.)

 

Astigmatismus schiefer Bündel

Lichtstrahlen eines Lichtbündels von einem Gegenstand durch die Linse oder das Objektiv werden nicht zusammengeführt (fokussiert)

 

Augendrehpunktforderung

die opt. Achse des Brillenglases soll durch den Augendrehpunkt Z` laufen

 

Basiskurve(BC)/Grundkurve:

des Einstärken-Brillenglases ist der in dpt. angegebene nominale Flächenbrechwert der zuerst gefertigten Fläche.Häufig wird die Basiskurve auf eine Referenzbrechzahl von n=1,525 bezogen und gibt bei davon abweichenden Brechzahlen nicht den optisch wirksamen Flächenbrechwert an.

Bezugspunktforderung:

die opt. Achse des Auges soll durch den Bezugspunkt des Brillenglases laufen

 

Bildfeldwölbung:

das Bild kann nicht eben auf einer Fläche, sondern nur als gewölbte abgebildet werden. Man kann das Bild somit nicht an allen Punkten gleichzeitig scharf stellen. Dieser Fehler entsteht weil Punkte am Rand der Linse näher zur optischen Achse abgebildet werden als Mittige.

 

Bildsprung:

plötzliche Verschiebung des Bildes beim Blickübergang von einem (Fern-, Zwischen- oder Nah) Teil auf ein anderes, verursacht durch die Differenz der prismatischen Wirkungen an der Trennlinie. Die vertikale Komponente des Bildsprunges wird positiv angesetzt, wenn bei Blicksenkung eine Bildverschiebung nach oben erfolgt.

 

Binokularsehen:

liegt vor wenn bei normaler Korrespondenz Stereopsis besteht und ständig in allen Blickrichtungen für Ferne und Nähe fusioniert wird

 

Blank:

üblicherweise vorgeformtes Materialstück zur Herstellung eines Brillenglases

 

Brillenglas mit astigmatischer Wirkung:

Brillenglas, das ein paraxiales paralleles Lichtbündel in 2 getrennten, zueinander senkrecht stehenden Brennlinien, vereinigt. Nur in den beiden Hauptschnitten ist die Angabe eines Scheitelbrechwertes möglich.

 

Brillenglas mit prismatischer Wirkung:

Brillenglas, das im Konstruktionsbezugspunkt bzw. bei einem Gleitsicht-Brillenglas im Prismenbezugspunkt eine Prismatische Wirkung besitzt.

 

Chromatische Aberrationen:

Das Licht der unterschiedlichen Wellenlängen oder der Farbe wird unterschiedlich stark gebrochen.

 

Dezentration:

Abstand des optischen Mittelpunktes vom Bezugspunkt eines Brillenglases. 

 

Dickenreduktionsprisma:

Prisma vertikaler Basislage, das bezweckt, die Dicke eines Gleitsicht-Brillenglases zu vermindern. Um eine prismatische Differenz zwischen den Gläsern zu vermeiden, müssen beide Gläser eines Brillenglaspaares das gleiche Dickenreduktionsprisma besitzen.

 

Didymium:

Filterlinsen für Glasbläser zum Schutz der Augen vor Katarakt z.B. beim arbeiten an Hochöfen und resistent bei starker Wärmestrahlung

 

Doppelbilder:

beim betrachten ein und desselben Sehobjektes kann es unter Umständen zu einer zwei- oder mehrfachen Wahrnehmung kommen

 

Dreistärken-Brillenglas

Mehrstärken-Brillenglas mit 2 Teilen, üblicherweise für die Ferne, einem Zwischenbereich und die Nähe

 

Eigenvergrößerung

Bei der Eigenvergrößerung kann das Brillenglas als 2-teiliges opt. System gesehen werden, die in seiner Größe von der Durchbiegung, Dicke und Brechzahl abhängig ist.

 

E-Line / Exekutiv Brillengläser

E-Line Gläser sind im Gegensatz zu den Franklin Gläsern aus einem Stück gefertigt, wobei die fühlbare Trennkante auf der Vorderfläche befindet

 

Emmetropie / Rechtsichtigkeit:

der optischer Idealzustand ohne Sehschwäche liegt vor, wenn unabhängig von Lichtverhältnissen und Entfernungen ein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht

 

Erkennungssehschärfe:

Die Erkennungssehschärfe wird aus der Auflösungssehschärfe abgeleitet und ist durch den kleinsten Sehwinkel bestimmt, unter dem ein Objekt dargeboten werden muss, damit es mit seinem charakteristischen Einzelheiten erkennbar ist

 

Farbsäume:

Farbsäume an Objektstrukturen zählen zu den typischen Abbildungsfehlern. Ursächlich für diesen Abbildungsfehler ist die Tatsache, dass kurzwelliges Licht stärker gebrochen wird als längwelliges Licht. 

 

Franklin Brillengläser:

Franklin Brillengläser werden meist aus zwei einzelnen Teilen der Einstärkengläser zusammengeklebt.
Ein sicht- und fühlbarer Absatz (Trennlinie) an der Trennkante beider Glashälften entsteht, wobei die Außenkurven im Normalfall identisch gefertigt werden

 

Glaukom/ Grüner Star:

zweithäufigste Erblindungsursache in den Entwicklungsländern

 

Hauptblickrichtung

"Das Haupt heben" Das Brillengestell muss mit dem Boden einen rechten Winkel ergeben

 

Hyperopie/Weitsichtigkeit:

angeworbene oder angeborene Fehlsichtigkeit des Auge.                                                                                                  Weitsichtige sehen nahe Gegenstände undeutlich und verschwommen, erkennen Objekte in der Ferne jedoch problemlos.

 

Iseikonische Brillengläser:

bei der Herstellung hängt die bestimmte Eigenvergrößerung mit der Wahl der Mittendicke und die des Flächenbrechwertes der Vorderfläche zusammen

 

Koma:

entsteht, wenn schräg zur optischen Hauptachse einfallende Lichtstrahlen auf eine Linse treffen. Aufgrund dieser punktuell unterschiedlichen Krümmungsradien der Linse, werden die Lichtstrahlen nicht wieder auf der opt. Achse vereint. Demzufolge haben die Lichtstrahlen keinen gemeinsamen Brennpunkt, sondern werden zum Rand der Linse hin verschoben. 

 

Lentikularglas

Brillenglas mit einem zentralen Teil, der die vorgeschriebene dioptrische Wirkung aufweist, und einem Tragrand, der das zentrale Wirkungsteil umgibt, wobei der optische Teil auch verblendet sein kann

 

Mehrstärkenbrillenglas:

Brillenglas bei dem von der Konstruktion her 2 oder mehr sichtbar verschiedene Teile mit unterschiedlichen fokussierenden Wirkungen vorhanden sind

 

Myopie/ Kurzsichtigkeit:

angeworbene oder angeborene Fehlsichtigkeit des Auge.                                                                                                              Kurzsichtige sehen weiter entfernte Gegenstände undeutlich und verschwommen, erkennen nahe Objekte jedoch problemlos.

 

optische Zone:

optisch wirksamer Teil des Brillenglases, der sich  unter Beachtung des Brechwertes frei bestimmen lässt

 

objetive Refraktionsbestimmung:

ist unumgänglich ,wenn keine subjektiven Angaben gemacht werden können (z.B. bei Kleinkindern)

 

phototropes/fototropes Brillenglas:

Brillenglas, das aus phototropen Grundmaterial besteht d.h. das seine Lichttransmissionseigenschaften reversibel in Abhängigkeit von der Bestrahlungsstärke und den Wellenlängen der auftretenden Strahlung sowie der Temperatur ändert

 

prismatische Wirkung:

Beschreibung der prismatischen Ablenkung durch Betrag und Basislage.

 

Prismenbasis:

dickster Teil des Hauptschnittes eines Prismas

 

Progressionsfläche:

Fläche eines Gleitsicht-Brillenglases, auf welcher der Wirkungsanstieg untergebracht ist

 

Progressionskanal:

Bereich eines Gleitsicht-Brillenglases, der scharfes Sehen für Entfernungen ermöglicht, die zwischen der Ferne und der Nähe liegen

 

Räumliches Sehen:

visuelle Wahrnehmung der Anordnung verschiedener Objekte im dreidimensionalem Raum

 

Refraktionsbestimmung:

Bestimmung der zusätzlich nötigen Brechkraft, um ein scharfes Bild auf der Netzhaut zu erhalten



Refraktionsdefizit:

RD- Refraktionsdefizit - ist die im Auge sitzende, gedachte Fehlkorrektion die, die Ametropie vergrößert

 

Reflexe an Brillengläsern:

Brillengläser brechen Lichtstrahlen und reflektieren auch immer einen minimalen Teil dadurch wirken die Flächen des Brillenglases im Prinzip wie ein Spiegel.

 

Ringskotom:

bei Brillengläsern mit vergrößernden Wirkungen entsteht ein Wahrnehmungssprung zwischen dem Bild durch die Brille und der äußeren Umgebung am Rand des Brillenglases des Gesichtsfelds. An der Stelle fehlt ein ringförmiges Stück im Bild.

subjektive Refraktion:

prinzipiell werden bei dieser Methode solange verschiedene Gläserkombinationen vorgehalten, bis ein max. Visus erreicht ist

 

Sphärische Aberrationen:

Die sphärische Aberrationen treten auf, wenn einfarbiges Licht auf eine stärker gekrümmte Linse trifft. Dann werden achsenferne Strahlen stärker gebrochen als achsennahe Strahlen.

 

Slab-off-Schliff:

Ein Slab-Off Brillenglas entsteht, wenn eine Seite der Brillenlinse aus 2 gleichen Kugelflächen, die gegeneinander verkippt sind, hergestellt wird

 

Tragrand:

Teil eines Lentikularglases, der den Lentikularteil umgibt

 

Verzeichnung:

ist die nicht maßstabsgetreue Abbildung des Objektes.
Dieser Fehler entsteht durch einen veränderten Abbildungsmaßstab bei weit von der opt. Achse entfernten Bildpunkten.

 

Visus / Sehschärfe:

ist das Auflösungsvermögen des Auges, das es dem Sehorgan ermöglicht Muster und Konturen scharf wahrzunehmen.

 

Vordezentration:

horizontaler und/oder vertikaler Abstand zwischen dem Kontruktionsbezugspunkt und dem geometrischen Mittelpunkt eines ungerandeten Brillenglases

 

Zentrierpunkt:

Punkt, mit dem der optische Mittelpunkt, Konstruktionsbezugspunkt oder Anpasspunkt zusammenfallen soll.